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Sehstörungen bei Kindern: Risiken frühzeitig erkennen

21. Januar 2019 von SKD BKK

Von Schielen über Kurz- oder Weitsichtigkeit bis hin zu Schwachsichtigkeit – Sehstörungen treten bei Kindern häufiger auf als gedacht. Bleiben die Sehfehler über längere Zeit unerkannt, kann sich das negativ auf den Alltag der kleinen Sprösslinge auswirken. Wir verraten Ihnen, welche Augenleiden es gibt und wie Sie Sehstörungen bei Kindern frühzeitig erkennen.

Arten von Sehstörungen bei Kindern

Bei Sehstörungen können eine Reihe unterschiedlicher Symptome auftreten. Je nachdem, welche Sehschwäche vorliegt, kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Einsatz. Der Klassiker bei Kurz- und Weitsichtigkeit ist eine Brille. Wohingegen in anderen Fällen ein Augenpflaster, ein speziell darauf abgestimmtes Sehtraining oder eine Augenoperation die Lösung sind. Damit Sie Sehstörungen bei Kindern frühzeitig erkennen können, sind im Folgenden die am häufigsten auftretenden Sehstörungen bei Kindern aufgelistet.

Schielen (Strabismus)

Eine der am häufigsten verbreitete Sehstörung bei Kindern ist das Schielen. Dabei handelt es sich um eine Fehlstellung der Augen, die in verschiedenen Formen auftreten kann. Handelt es sich um eine deutlich sichtbare Form, lässt sich das Problem frühzeitig erkennen und die Heilungschancen steigen dadurch an. In komplizierteren Fällen ist das Augenleiden auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Deshalb sollten Eltern zur Früherkennung regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt durchführen lassen.

Kurzsichtigkeit (Myopie) und Weitsichtigkeit (Hyermetropie)

Bei diesen Sehstörungen weicht das Maß des Augapfels von der Norm ab und ist somit entweder zu lang oder zu kurz. Dadurch landen bei einer vorliegenden Kurzsichtigkeit die Strahlen anstatt auf der Netzhaut, davor. Im Gegensatz dazu bündelt sich bei der Weitsichtigkeit das einfallende Licht hinter der Netzhaut. Das Ergebnis ist ein unscharfes Bild beim Blick in die Ferne oder eben bei der Betrachtung eines Gegenstandes in der Nähe des Auges.

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Genauso wie bei der Kurz- und Weitsichtigkeit führt auch eine Hornhautverkrümmung zu einer Fehlsichtigkeit. Das Ergebnis ist ein unscharfes Bild sowohl in der Nähe, als auch in der Ferne zur Folge hat. Die Ursache dafür ist eine Verformung der Hornhaut. Dabei kann es sich um eine angeborene Sehstörung handeln oder um eine Veränderung, die sich erst mit der Zeit entwickelt. In diesen Fällen können Geschwüre sowie Narben auf der Hornhaut oder chirurgische Eingriffe am Auge der Auslöser sein.

Anzeichen für Sehstörungen bei Kindern

Im Gegensatz zu Erwachsenen kann der Nachwuchs in vielen Fällen eine Sehstörung nicht selbst artikulieren. Deshalb können Eltern nur anhand des Verhaltens Ihrer kleinen Schützlinge eine Beeinträchtigung des Sehvermögens erkennen. Bei Babys und Kleinkindern ist es deutlich schwieriger. Achten Sie deshalb genau auf sichtbare Auffälligkeiten der Augen. Bei folgenden Symptomen sollten Sie sofort reagieren:

  • Augenzittern und -flimmern
  • Hornhauttrübungen
  • starre Pupillen bei Lichteinfall
  • lichtempfindliche und tränende Augen
  • Schielen
  • häufiges Augenreiben
  • Schiefhalten des Kopfes
  • Verdrehen der Augen
  • Verfärbung der Pupillen
  • Vorbeigreifen an Gegenständen
  • Balancestörungen
  • Kopfschmerzen
  • Ungeschicktheit
  • häufiges Stolpern
  • Unlust beim Lesen, Malen, Schreiben
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Lese- und Rechtschreibschwäche

Sobald es zu deutlich sichtbaren Auffälligkeiten kommt, sollten Sie so schnell es geht einen Augenarzt aufsuchen. Auch wenn keine direkten Anzeichen auftreten, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen notwendig.

Weitere Tipps und Informationen rund um das Thema Gesundheit finden Sie auf unserem Blog.

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