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UNICON-19-Teilnehmerin Pia Koletnik im Interview zur Einrad-Weltmeisterschaft

13. Juli 2018 von SKD BKK

Seit diesem Wochenende findet im koreanischen Ansan die 19. UNICON statt. Dies ist das wichtigste Zusammentreffen von Einradfahrern aus der ganzen Welt und gleichzeitig Austragungsort der diesjährigen Weltmeisterschaften aller Einraddisziplinen. Unsere Kundin und UNICON-19-Teilnehmerin Pia Koletnik ist in Korea mit am Start. Wir haben mit Pia im Vorfeld über ihre Leidenschaft und ihre Ziele für die Einrad-Weltmeisterschaft gesprochen.

Pia auf dem Weg zur Einrad-Weltmeisterschaft UNICON

 

Redaktion: Pia, in wenigen Tagen geht es für Dich nach Korea. Was überwiegt bei Dir? Die Vorfreude auf das Event oder die Anspannung?

Pia: Auf jeden Fall die Vorfreude. Ich freue mich sehr auf Südkorea und dass ich dort an den Start gehen kann. Vor allem freue ich mich auf die Menschen und darauf, deren Kultur kennen zu lernen. Da ich vorher noch nie in Asien war, wird es für mich ein großes Erlebnis sein. Angst habe ich nur ein wenig vor dem langen Flug. Fliegen gehört nicht zu meiner Leidenschaft und der Flug nach Seoul dauert ca. 11 Stunden.

Redaktion: Bis vor kurzem haben wir Einradfahren eher als Nischensport angesehen. Damit liegen wir aber gründlich daneben oder?

Pia: Nein, absolut nicht. Die meisten Leute kennen das Einradfahren nur aus dem Zirkus. Ab und zu sieht man Mädchen damit auf der Straße fahren. Dass Einradfahren eine richtige Sportart ist, bei der es auch Meisterschaften und sogar eine Einrad-Weltmeisterschaft gibt, ist den meisten nicht bewusst. Dabei ist Einradfahren so vielseitig. Es gibt so viele Disziplinen, man kann sich ständig weiterentwickeln und verbessern. Ich hoffe, dass die Sportart in Zukunft noch bekannter wird und dass viele das Einradfahren ausprobieren möchten.

Redaktion: Bei der UNICON gibt es ja eine Vielzahl an verschiedenen Disziplinen. Was macht Dir am meisten Spaß und bei welchen Wettbewerben wirst Du als UNICON 19 Teilnehmerin an den Start gehen?

Pia: Am meisten freue ich mich auf die MUni-Disziplinen. Das sind Disziplinen, die in der Natur stattfinden. Crosscountry und Downhill gehören zum Beispiel dazu. Außerdem werde ich noch bei verschiedenen Sprung-Disziplinen an den Start gehen. Hochsprung und Weitsprung kennt man normalerweise aus der Leichtathletik. Diese Disziplinen kann man aber auch alle mit dem Einrad machen. Auch hier werde ich in Ansan an den Start gehen. Es werden auch die traditionellen Renndisziplinen ausgetragen, wie z. B. 400 m. Dort werde ich aber nicht antreten. Ich werde neben den bereits genannten Disziplinen noch bei den Straßenrennen dabei sein. Zu Beginn starte ich auf der 10-km-Strecke und wenn die Kraft am Ende noch reicht, werde ich auch die 100 km fahren.

Pia auf ihrem Einrad

Redaktion: Du stammst ja ursprünglich aus der „Einrad-Talentschmiede“ TV Hofheim und bist auch selbst Übungsleiterin. Wie zeitaufwändig ist denn Dein Sport und: Welche Tipps würdest Du Einsteigern mit auf den Weg geben?

Pia: In der letzten Zeit konnte ich leider nicht bei meinem Stammverein TV Hofheim trainieren, da ich aufgrund meines dualen Studiums, überwiegend in Mosbach (Baden-Württemberg) war. Dort habe ich mich der Trainingsgruppe in Zuffenhausen angeschlossen. Auch mit dem Baden-Württemberg-Kader konnte ich trainieren und an einem Wettkampf teilnehmen. Ich versuche so oft wie möglich Trainingseinheiten auf dem Einrad zu absolvieren. Außerdem gehe ich regelmäßig Laufen, damit auch die Kondition für längere Wettkämpfe wie der Einrad-Weltmeisterschaft passt.

Als Einsteiger ist es am Anfang schon eine Herausforderung alleine eine Strecke zu absolvieren. Dafür benötigt man schon ein paar Trainingsstunden. Man sollte sich am Anfang etwas Zeit lassen und regelmäßig üben. Dann bekommt man es auf jeden Fall hin.

Redaktion: Die letzte Frage können wir uns als Krankenversicherung natürlich nicht verkneifen: Einradfahren sieht ziemlich spektakulär aus und ist bestimmt nicht ohne. Müssen wir uns „Sorgen“ um Deine Gesundheit machen?

Pia: Nein, das auf keinen Fall. Ich hatte noch nie eine ernsthafte Verletzung vom Einradfahren. Verliert man einmal das Gleichgewicht, kann man einfach abspringen. Beim Einrad ist kein Lenker oder ähnliches im Weg, wie z. B. beim Fahrradfahren. Auch Handball oder Fußball sind deutlich gefährlichere Sportarten als Einradfahren. Außerdem benötigt man für das Fahren eine gute Köperhaltung. Das heißt, der Rücken wird dadurch gestärkt und Muskulatur am ganzen Körper wird aufgebaut. „Sorgen“ müsst Ihr Euch auf keinen Fall machen 😉

Redaktion: Danke für das Interview und viel Erfolg in Ansan bei der Einrad-Weltmeisterschaft UNICON!

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