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Bewährte Hausmittel bei Kinderkrankheiten wie Husten & Co.

04. Juli 2018 von SKD BKK

Bei einem kleinen Schnupfen oder leichtem Bauchweh greifen Eltern oft nicht gleich zu Medikamenten, sondern ziehen bewährte Hausmittel bei Kinderkrankheiten vor. Ob Waden- oder Halswickel, Kräutertee oder Zwiebelsaft: viele Hausmittel haben sich über Generationen hinweg fest etabliert und werden auch heute noch angewendet.

Gerade wenn die Apotheke schon geschlossen ist, der Medikamenten-Vorrat aufgebraucht wurde und in der Nacht oder am Wochenende Beschwerden auftreten, sind Hausmittel von Vorteil. Sie sind meist ohnehin schon im Haushalt vorhanden. Zusammen mit einer großen Portion Streicheleinheiten geht es Ihrem kleinen Patienten sicher schnell besser.

Wichtig: Die Anwendung bewährter Hausmittel bei Kinderkrankheiten ersetzt keinen Arztbesuch, kann aber den Heilungsprozess unterstützen.

Schnupfen

Schon gewusst? Es gibt über 200 verschiedene Viren, die einen Schnupfen auslösen können. Kein Wunder also, dass gerade Kinder im Durchschnitt sechs bis zehn Erkältungen im Jahr durchstehen müssen. Der Grund dafür? Das Immunsystem des Nachwuchses ist noch nicht vollständig ausgereift.

Warme Flüssigkeiten bei Erkältung

Ob eine dampfende Suppe oder ein heißer Tee – warme Flüssigkeiten können bei einer Erkältung wahre Wunder bewirken. Unser Tipp: Hühnersuppe. Die kräftigende Wirkung der Inhaltsstoffe ist dafür bekannt, den Heilungsprozess kleiner Schnupfnasen zu unterstützen. 

Inhalation als bewährtes Hausmittel bei Schnupfen

Auch die Inhalation mit einer Kochsalzlösung oder Kamille ist ein bewährtes Hausmittel bei Schnupfen. Dadurch werden die angegriffenen Schleimhäute besser durchblutet, befeuchtet und gereinigt. Geben Sie dafür den entsprechenden Zusatz in einen Topf und übergießen Sie ihn mit heißem Wasser. Anschließend sollte sich der kleine Patient über den Kochtopf beugen und mehrfach tief durch die Nase einatmen. Damit der Dampf nicht entweicht, der kleinen Schnupfnase ein Geschirrtuch über den Kopf legen. Dieses Prozedere kann dreimal täglich wiederholt werden. Achtung! Aufgrund der Verbrühungsgefahr sollten Sie Ihr Kind während des Inhalierens keinesfalls aus den Augen lassen.

Husten

Husten nervt und doch ist er so sinnvoll. Wussten Sie, dass der Hustenreflex dafür sorgt, dass die Atemwege gereinigt werden?

Zwiebelsud / Zwiebelsaft – mit Überwindung den Husten überwinden

Zwiebelsud wird aus rohen Zwiebeln mit Zucker oder Honig hergestellt. Dafür zwei Zwiebeln in Scheiben schneiden und in einem halben Liter Wasser eine Stunde aufkochen. Anschließend sechs Stunden ziehen lassen und mit einem Sieb den Saft abgießen. Für den Geschmack etwas Zucker oder Honig dazugeben. Davon ein bis zwei Esslöffel über den Tag verteilt einnehmen. Gekühlt hält er sich einige Tage.

Kartoffelwickel zur Schleimlösung

Die Schleimlösung fördern Sie, indem Sie Ihrem Liebling einen warmen Kartoffelwickel auf die Brust legen. Füllen Sie dafür einfach ein Tuch mit zerstampften, nicht zu heißen Kartoffeln und befestigen Sie es mit einem Schal oder einem Handtuch für etwa eine Stunde am Körper Ihres kleinen Patienten. Achtung! Der Wickel darf nicht zu heiß sein.

Ohrenschmerzen

Schon gewusst? Ohrenschmerzen stellen kein eigenes Krankheitsbild dar. Sie sind lediglich Symptom einer Erkrankung. Daher können sie viele Ursachen haben. Achtung! Da Ohrenschmerzen häufig zu einer Mittelohrentzündung werden, sollten Sie dringend mit Ihrem kleinen Liebling zum Arzt gehen.

Zwiebelsäckchen für die Ohren

Um lästige Ohrenschmerzen zu überwinden, gibt es einen einfachen Trick: ein Zwiebelsäckchen direkt auf das schmerzende Ohr legen. Hierfür einfach die Zwiebel in kleine Würfelchen schneiden, kurz auf einen umgedrehten Kochtopfdeckel über heißem Wasser erhitzen und anschließend in ein Tuch wickeln.

Halsschmerzen 

Wenn Ihr Kind sich über Kitzeln, Kratzen oder Brennen im Hals beschwert, dann beschreibt es oft Schluckbeschwerden und Co., die im Rahmen von Halsschmerzen auftreten.

Quarkwickel bei Halsschmerzen

Ein traditionelles Mittel gegen unerträgliche Halsschmerzen sind Quarkwickel. Dabei wird eine Schicht Quark gleichmäßig auf ein Tuch gestrichen und auf den Hals gelegt. Der Wickel lässt sich am besten mit einem Wollschal befestigen und muss mehrere Stunden einwirken. Die Behandlung kann mehrmals wiederholt werden.

Kamillen- oder Salbeitee gurgeln

Ein anderes bewährtes Hausmittel bei Halsschmerzen ist das Trinken von Kamillen- oder Salbeitee. Auch das Gurgeln von Kamillentee lindert die Entzündung und reinigt die Schleimhäute. Kinder die noch nicht gurgeln können, sollten den Kamillentee schluckweise langsam trinken.

Hausmittel bei Kinderkrankheiten Tee und Co.

Bauchschmerzen

„Mami, Papi, Bauchweh!“ Wenn dieser Satz fällt, beginnt das große Rätselraten. Wo kommt es her? Wie geht es wieder weg? Bauchschmerzen können viele Ursachen haben. Die folgenden Hausmittel haben sich bewährt:

Wärmflasche als Seelentröster und Schmerzbeseitiger

Der Klassiker bei Bauchschmerzen: die Wärmflasche, alternativ auch ein Kirschkernkissen. Die wohltuende Wärme entspannt den Bauch und lindert die Schmerzen. Dabei auf keinen Fall kochendes Wasser verwenden und unbedingt auf eine angenehme Temperatur achten. Es darf auf keinen Fall zu heiß werden.

Fenchel- und Kamillentee gegen Bauchweh

Fenchel- und Kamillentee haben sich ebenfalls als bewährtes Hausmittel bei Bauchschmerzen durchgesetzt. Kamillentee beruhigt die Magenschleimhaut und löst Krämpfe. Fencheltee hat ebenfalls eine krampflösende Wirkung und eignet sich daher besonders gut bei Bauchschmerzen Ihres Nachwuchses.

Wann zum Arzt?

Auch die Selbstbehandlung und bewährte Hausmittel bei Kinderkrankheiten haben ihre Grenzen. Sollten die Symptome ohne erkennbare Verbesserung anhalten, ist spätestens nach drei Tagen ein Arztbesuch unumgänglich. Wenn das Kind an schwereren Symptomen leidet, wie beispielsweise einem langanhaltenden Fieber – länger als 24 Stunden sind ein Alarmzeichen – oder hartnäckigen Ohrenschmerzen, muss so schnell wie möglich ein Facharzt aufgesucht werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern immer direkt zum Arzt gehen.

Bild: Imgorthand / Signature Collection / istockphoto.com

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