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Formalitäten nach der Geburt: Das müssen frischgebackene Eltern erledigen

08. Januar 2019 von SKD BKK

Von der Geburtsurkunde bis hin zur Anmeldung bei der Versicherung – auch wenn es oft lästig ist, kommen frischgebackene Eltern nicht daran vorbei, sich durch den Behördendschungel zu kämpfen. Mit unserer Checkliste haben Sie den Überblick über die wichtigsten Formalitäten nach der Geburt.

Checkliste: Formalitäten nach der Geburt

✔ Geburtsurkunde

✔ Vaterschaftsanerkennung

✔ Benachrichtigung des Arbeitgebers

✔ Beantragung des Kindergeldes

✔ Benachrichtigung des Arbeitgebers

✔ Beantragung des Elterngeldes

✔ Anmeldung bei der Krankenkasse

Beantragung der Geburtsurkunde

Innerhalb der ersten Woche nach der Geburt sind die Eltern dazu verpflichtet, ihr neugeborenes Baby beim zuständigen Standesamt anzumelden und sich dort eine Geburtsurkunde ausstellen zu lassen. Alternativ können auch Klinik oder Geburtshaus in schriftlicher Form, mit einer Geburtsanzeige, die Geburt an das zuständige Amt melden.

Je nach Familienstand benötigen Sie hierfür folgende Unterlagen:

Ehepartner

  • Geburtsbescheinigung des neugeborenen Babys
  • Heiratsurkunde oder Familienbuch
  • Personalausweis/Reisepass
  • Geburtsurkunden weiterer Kinder

Alleinerziehende Elternteile und unverheiratete Paare

  • Geburtsbescheinigung des neugeborenen Babys
  • Vaterschaftsanerkennung & Sorgeerklärung
  • Personalausweis/Reisepass
  • Geburtsurkunde oder Abstammungsurkunde der Elternteile
  • Geburtsurkunden weiterer Kinder

In einigen Fällen, wie zum Beispiel bei geschiedenen Lebenspartnern oder Bürgern ohne deutsche Staatsbürgerschaft, müssen abweichende Dokumente eingereicht werden. Genaue Informationen dazu erhalten Sie im zuständigen Standesamt.

Vaterschaftsanerkennung

Bei unverheirateten Paaren muss die Vaterschaft erst anerkannt werden. Dies kann bereits vor der Geburt geschehen.

Folgende Unterlagen sind dafür notwendig:

  • Geburts- oder Abstammungsurkunde
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Zustimmung der Mutter

Benachrichtigung des Arbeitgebers

Die ersten acht Wochen nach der Geburt darf die Mutter aufgrund der Mutterschutzfrist nicht beschäftigt werden. Im Falle einer Früh- oder Mehrlingsgeburt verlängert sich der Zeitraum auf zwölf Wochen. Deshalb muss möglichst bald nach der Geburt eine schriftliche oder mündliche Mitteilung über die Geburt an den Arbeitgeber erfolgen. Geht die Mutter direkt im Anschluss an den Mutterschutz in Elternzeit, muss der Arbeitgeber ebenfalls über die genauen Zeiträume schriftlich informiert werden.

Beantragung des Kindergeldes

Den Antrag für das Kindergeld können Sie erst nach der Geburt einreichen. Bereiten Sie vorab alle Unterlagen vor, da die Bearbeitungsdauer bei ein bis zwei Monaten liegt. Sobald Sie die Geburtsurkunde erhalten, können Sie den Zuschlag in Schriftform oder über ein Online-Formular bei der Familienkasse beantragen. Hierfür benötigen Sie folgende Unterlagen: Antrag auf KinderzuschlagVerdienstbescheinigung des ArbeitgebersErklärung zum VermögenErklärung über Unterkunftskosten;

Beantragung des Elterngeldes

Jedes Elternteil, das über zwei Monate Elternzeit nimmt, hat Anspruch auf Elterngeld. Dabei handelt es sich um eine einkommensabhängige Familienleistung. Der Zuschuss kann in Bayern entweder bei der zuständigen Regionalstelle oder online beantragt werden, sobald die Geburtsurkunde vorliegt. Wie hoch die Zahlung ausfällt, können Sie mit dem Elterngeldrechner des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Jugend berechnen.

Anmeldung bei der Krankenkasse

Sobald Sie die Geburtsurkunde erhalten haben, geht es direkt weiter mit der Anmeldung bei der Krankenversicherung. Das neugeborene Kind wird entweder über die Mutter oder den Vater mitversichert. Hierfür benötigen Sie ebenfalls eine Kopie der Geburtsurkunde.

Alle Neugeborenen, die direkt nach der Geburt bei der SKD BKK versichert werden, erhalten eine einmalige Gesundheitsprämie für Babys in Höhe von 100 Euro, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden:

Weitere Informationen und Tipps rund um das Thema Mutterschaft erhalten Sie in unserer „Leistungsbroschüre Schwangerschaft“.

Bild: mediaphotos / SignatureCollection / istockphoto.com

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