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Warum ist Bewegung fĂŒr Kinder so wichtig?

25. August 2018 von SKD BKK

Klettern, Toben, Rennen, HĂŒpfen – Kinder brauchen Bewegung, um sich gesund zu entwickeln und im eigenen Körper wohlzufĂŒhlen. Bereits im SĂ€uglingsalter beginnen die Kleinen mit dem Strampeln. Dabei handelt es sich noch um unkontrollierte und spontane Reaktionen. Mit drei Monaten fangen Babys an, gezielt ihren Körper zu steuern. Durch Bewegung sammeln die Kleinen wichtige Erfahrungen ĂŒber ihre Umwelt und ĂŒber sich selbst. Wir verraten Ihnen, warum Bewegung fĂŒr Kinder so wichtig ist.

Vorteile von ausreichender Bewegung fĂŒr Kinder

Kinder haben einen natĂŒrlichen Bewegungsdrang. Das Herumtoben bringt nicht nur Spaß, sondern auch viele Vorteile fĂŒr die körperliche und geistige Entwicklung:

  • regt den Stoffwechsel an
  • verbessert die ReaktionsfĂ€higkeit
  • steigert die Atemleistung
  • krĂ€ftigt die Muskeln
  • schult das Gleichgewicht
  • stĂ€rkt den Knochenbau
  • optimiert die Ausdauer
  • fördert eine bessere Körperhaltung
  • stĂ€rkt Selbstbewusstsein und SelbststĂ€ndigkeit
  • steigert die LernfĂ€higkeit

Bewegung an der frischen Luft

Frische Luft, Wind und Wetter stĂ€rken das Immunsystem. Deshalb empfehlen wir: Gehen Sie mit Ihren Kindern nach draußen, so oft es geht. Lassen Sie sich dabei nicht vom vermeintlich schlechten Wetter abschrecken. Denn ab und zu macht es doch auch viel mehr Spaß, einmal richtig die Kraft der Elemente zu spĂŒren. Ein ordentlicher Wind, ein Regenschauer, ein kleiner Schneesturm, die erste Nebelwanderung – solche Erlebnisse sind oft Abenteuer pur. Falls Ihr Kind ein Wander-Muffel ist und SpaziergĂ€nge nur ein gelangweiltes Seufzen hervorbringen, dann gehen Sie lieber auf den Spielplatz. Oder lassen Sie Ihr Kind doch einmal selbst VorschlĂ€ge erarbeiten. Nutzen Sie die KreativitĂ€t Ihres Kindes. Vielleicht will es lieber MĂ€rchengĂ€rten im Wald bauen, als im örtlichen Park immer wieder den gleichen Weg zu gehen.

Bewegung steigert die LernfÀhigkeit

Je hĂ€ufiger ein Kindergehirn Bewegungsreizen ausgesetzt ist, desto besser kann es sich entwickeln. Am Anfang ist das Gehirn eines Kindes noch nicht voll ausgereift. Deshalb sind in den ersten Lebensjahren Anregungen und besonders Reize notwendig. Erst dann bauen sich alle Nervenverbindungen auf und vernetzen sich miteinander. Und das gilt ĂŒbrigens nicht nur fĂŒr die motorische Entwicklung, sondern auch fĂŒr die sprachliche. Beide sind eng miteinander verzweigt und voneinander abhĂ€ngig. Somit kann viel Bewegung zum Beispiel einen positiven Einfluss auf die Sprachentwicklung haben.

Bewegung fördert die Sozialkompetenz

Bewegung hilft Kinder dabei, im Miteinander sicher zu werden. Ob beim Schulsport, im alltĂ€glichen Kindergarten-Spiel oder im Verein. Wer sich gemeinsam mit anderen bewegt, lernt fĂŒrs Leben. Denn damit selbst ein freies Spiel gelingt, sind Regeln und die FĂ€higkeit nötig, sich in eine andere Person hineinversetzen zu können. Geduld, RĂŒcksicht, Fairness, Durchhaltevermögen, Teamgeist, Koordination, Kommunikation – all diese FĂ€higkeiten werden besonders im Zusammenhang mit Bewegung wichtig. Und selbst wenn Kinder einfach nur herumtoben, können sie Aggressionen abbauen und das Selbstbewusstsein stĂ€rken.

Bewegung macht glĂŒcklich

TĂ€glich zehn Minuten Bewegung und schon werden Neurotransmitter freigesetzt. Dabei handelt es sich um körpereigene Botenstoffe. Serotonin zum Beispiel macht gute Laune und kann Ängste verringern. Dopamin verursacht GlĂŒcksgefĂŒhle, wĂ€hrend Noradrenalin den Erregungszustand kontrolliert und das Selbstbewusstsein stĂ€rkt. Bei einem kleinen Spaziergang wird die Hirndurchblutung um ca. 20 Prozent gesteigert. Die Sauerstoffversorgung verbessert sich und Stresshormone werden abgebaut.

Bild: ilona75 / EssentialsCollection / istockphoto.com

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