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Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis und Co.: So können Sie Allergien bei Kindern vorbeugen

18. November 2018 von SKD BKK

Ob Asthma, Neurodermitis oder Heuschnupfen – häufig werden schon bei Kindern allergische Reaktionen diagnostiziert. Leidet ein Elternteil unter einer Allergie, ist das Erkrankungsrisiko des Nachwuchses deutlich höher. Entsprechende Präventionsmaßnahmen helfen dabei, frühzeitig eine Sensibilisierung zu vermeiden und im besten Fall den Kleinen das Auftreten zu ersparen. Wir verraten Ihnen ein paar hilfreiche Tipps, wie Sie Allergien bei Kindern vorbeugen können.

Auslöser von Allergien bei Kindern

Bei einer Allergie handelt es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems durch eigentlich harmlose Substanzen. Dabei gelangen Allergene verschiedener Herkunft in den Körper und lösen die Erkrankung aus. Es wird zwischen folgenden Einflussfaktoren unterschieden:

  • Nahrungsmittel-Allergene: Nüsse, Kuhmilch, Fisch, Eier, Weizen, Sojabohnen,…
  • Inhalations-Allergene: Pollen, Hausstaubmilben, Sporen von Schimmelpilzen, Tierhaare,…
  • Kontakt-Allergene: Nickelsulfat, Duftstoff-Mix, Perubalsam, Kobaltchlorid,…
  • Insektengift-Allergene: Bienengift, Wespengift,…
  • Arzneimittel-Allergene: Impfstoffe, Antibiotika, Schmerzmittel, Röntgenkontrastmittel,…

Allergierisiken minimieren

Verschiedene Umweltfaktoren und Vererbung können Allergien zusätzlich begünstigen. Bereits in der ersten Zeit nach der Geburt sollten Sie mit den Präventionsmaßnahmen beginnen. Da sich das Immunsystem noch in der Entwicklungsphase befindet, gelangen Fremdstoffe leichter in den Körper. Mit folgenden Tipps können Sie Allergien bei Kindern vorbeugen:

Staubfänger verringern

Ganz egal ob Gardinen, Teppiche, Kuscheltiere oder Bettdecken – Hausstaubmilben befinden sich einfach überall. Sorgen Sie deshalb dafür, dass besonders im Kinderzimmer möglichst wenige Staubfänger vorhanden sind.

Ausgewogene Ernährung

Während der Schwangerschaft und nach der Geburt kann eine ausgewogene Ernährung von Mutter und Kind, Allergien bei Kindern vorbeugen. Deshalb sollten die Säuglinge bestenfalls vier Monate nach der Geburt von Muttermilch ernährt werden. Falls dies nicht möglich ist, kann als Alternative auch hypoallergene Nahrung gefüttert werden.

Keine übertriebene Hygiene

Finden Sie die Balance zwischen Schmutz und Sauberkeit. Bei übertriebener Hygiene wird das Immunsystem von Kindern nicht ausreichend trainiert. Dadurch haben es Eindringlinge leichter in den Körper zu gelangen.

Regelmäßiges Lüften

Sorgen Sie durch regelmäßiges Lüften für ein angenehmes Klima in der Wohnung und auch im Büro. Dadurch lässt sich ein Schimmelbefall in feuchten Räumen vermeiden.

Landleben statt Großstadt

Naturbelassene Lebensräume sind gesünder als Ballungsgebiete mit einer hohen Abgasbelastung. Bei Kindern, die in einem allergenarmen Umfeld aufwachsen, ist das Risiko einer Asthma Erkrankung geringer. Ziehen Sie deshalb am besten in eine verkehrsarme Wohngegend und machen Sie regelmäßig Ausflüge in die Natur.

Striktes Rauchverbot

Verzichten Sie während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt komplett auf das Rauchen. Auch passiver Zigarettenqualm wirkt sich schädlich auf das Baby aus.

Fazit: Allergien bei Kindern vorbeugen

Leider lassen sich viele Allergien nicht komplett vermeiden. Dennoch können Sie das Risiko senken, indem Sie einige vorbeugende Maßnahmen treffen. Kommt es dann trotz Allergieprävention zu ersten Symptomen, sollten Sie einen Allergologen aufsuchen und den Ursachen auf den Grund gehen. Je früher die Behandlung beginnt, desto größer sind die Chancen einer Heilung oder Desensibilisierung.

 

Bild: kozorog / EssentialsCollection / istockphoto.com

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